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Montag, 3. Mai 2010

Die Erklärung von al Aqidah al Wasitiyyah














  
  
 
 
 


O. g. Durus werden in der Madrassa - Rabbi sidna `Ilma gehalten.

Möge ALLAH ta´ala unser Wissen mehren.

Mohammad Abu Fatima

Samstag, 24. April 2010

Oh mein Herr, mehre mir Wissen





alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie,  seinen Gefährten und denjenigen, die bis zum jüngsten Tag ihrem Weg folgen.


Mu`awiyah hielt eines Tages eine Rede, in der er sagte: „Ich hörte den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Wenn Allah jemandem Gutes zuteil werden lassen will, den läßt Er die Religion gut begreifen."
Sahih Muslim, daher ist er sahih.

Bevor wir beginnen, den Hadith zu erklären, müssen wir al manduq und al mafhum verstehen. Dies ist ein Kapitel von Usul ul Fiqh (Grundlagen des Fiqh).

Al Manduq (wörtl. Bedeutung): das, was wir in den Worten verstehen, die wir sehen
Al Mafhum (das Verstandene): das, was wir ausserhalb der Wörter, die wir sehen, verstehen

Der Prophet :sas: sagt: „Wenn Allah jemandem Gutes zuteil werden lassen will, den laesst Er die Religion gut begreifen“. Die woertliche Bedeutung dieser Aussage ist deutlich – wenn Allah ta´ala für jemandem das Gute will, dann gibt Allah ta´ala ihm das Wissen. Dem Propheten :sas: wurde von Allah ta´ala befohlen, um mehr Wissen zu bitten.

Allah sagte im Qur´an: :AyatBeginn: sondern sprich: "O mein Herr, mehre mir Wissen." :AyatEnde:
[20:114]

Das Verstandene in diesem Hadith aber ist, wenn Allah ta´ala für jemanden nicht das Gute will, dann gibt er ihm nicht das Wissen und hilft ihm nicht, das Wissen zu bekommen.

Deshalb sollen wir unsere Zeit dem Wissen widmen. Das Wissen ist selbst eine der besten I´baada. Denn man nutzt das Wissen für sich und man hilft anderen damit.

Es muss nicht sein, dass man in einer Universität lernt oder in einer alten islamischen Schule lernt, sondern es reicht aus, dass man Bücher über den Islam liest und Shujukh fragt, Durus hört – Hauptsache, man liebt das Wissen und will es erwerben.


Mohammad Abu Fatima

Dienstag, 9. Februar 2010

Die Mehrehe





[24:32]:AyatBeginn: Und verheiratet diejenigen von euch, die ledig sind, und die guten unter euren Sklaven, männliche wie weibliche. Wenn sie arm sind, so wird Allah sie aus Seiner Fülle reich machen; denn Allah ist Allumfassend, Allwissend. :AyatEnde:

Viele der Sahabah und Wissenschaftler haben diese Ayah als Schlüssel für den Reichtum erklärt. Ibn Abbas sagte zu dieser Ayah: "Allah :swt: hat in den Muslimen den Wunsch erweckt, zu heiraten und damit den Reichtum versprochen."

Abu Bakr as Siddiq sagte: "Gehorcht Allah ta´ala in Seinen Befehlen (d. h. Heirat) und Er gibt euch, was Er euch versprochen hat (Reichtum)."

Ibn Mas´ud sagte: "Der Reichtum liegt in der Heirat."

Es ist gut, so etwas von den Sahabah zu hören. Die Sahabah haben den Islam richtig verstanden und hatten großes Vertrauen in Allah ta´ala, sie besaßen viel Aufrichtigkeit und arbeiteten aufrichtig für den Islam.

Die Heirat ist eine ´Ibada, d.h. eine große Tat, die für Allah :swt: getan wird. Auch der Prophet :sas: sagte: „Heiratet die Freundliche, viel Gebärende – ich werde euch (meine Ummah) am Tag der Auferstehung zur Schau stellen vor den anderen Gemeinschaften.“
Sahih in Abu Dawud

Der Prophet :sas: weckt in uns den Wunsch zur Heirat und viele Kinder zu bekommen. Dies wird nur erfüllt durch die Heirat.

Die Feinde dieser Ummah haben viel unternommen, damit die Zahl dieser Ummah sich nicht erhöht. Die Mehrehe wurde als schlecht dargestellt und wird sogar von den Muslimen abgelehnt. Aber wenn ein Muslim eine Freundin hat, so ist dies oft kein Problem, hat er aber eine zweite Frau, so ist dies unakzeptabel und wird wie eine Sünde dargestellt.

Damit die Mehrehe sein Ziel erreicht, benötigt sie 3 Säulen:

  1. gute Ehepartner, d. h. ein Muslim und eine Muslima, die für Allah :swt: leben und wissen, dass das Leben eine kurze Brücke zum Akhirah ist und kein Haus für die Ewigkeit. Ehepartner, die das Akhirah als ihren Wert anerkennen und nicht das Material im Dunjah. Dieser Punkt führt zum Erfolg der Mehrehe. (Die Frau ist natürlich eifersüchtig. Um diese Eifersucht zu regeln, sollte die Frau viel Dua´ machen, wie der Prophet :sas: es mit Umm Salama getan hat. Die Frau soll sich über die Eifersucht erheben und für das Akhirah und die Dawah arbeiten.)
  2. viele Kinder
  3. richtige islamische Erziehung der Kinder nach Qur´an und Sunnah und sich dafür sehr anstrengen. Der Beginn der Kindererziehung ist im Babyalter bis die Reife erreicht ist.

Dies sind nur zusammengefasste Titel eines großen Themas, welches viele Erläuterungen benötigt.

Mohammad Abu Fatima

Freitag, 15. Januar 2010

Die Regel über "Ich warne vor ..."






alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und denjenigen, die bis zum jüngsten Tag ihrem Weg folgen.


Allah :swt: führt ein Herz zum Islam, nachdem es in Dunkelheit und Unwissenheit des Kufr litt. Jetzt aber kostet er den Anmut des Imans, welcher seine Tränen von seinem Gesicht wischt und ihm einen leuchtenden Weg in die Zukunft zeigt.

Dieses Herz spürt eine Wärme, wenn es Vorträge über das Paradies, die Hölle, die Engel, den Tod, das Universum usw. hört. Sie und der daraus folgende Iman ist die Nahrung, welche ihn gegen sein Umfeld stärkt, das ihn nicht anerkennt und nicht akzeptiert. Es hörte immer Ahlu Sunnah, Ahlu Sunnah – seine Fitrah ruft ihn zu sich und sagt, dies ist dein Nest, halte fest daran.

Plötzlich beginnt dieses Nest zu schwanken und die Wärme wird lauer, die Verwirrung erscheint wieder am Horizont, denn eine Stimme warnt vor der anderen im selben Nest. Was wird wohl dieses Herz jetzt erleben, wie wird es ihm ergehen?

Die Weisheit, ja die Weisheit ist das Hinlegen jeder Angelegenheit an ihre passende Stelle. Das Anstossen einer Schlechtigkeit, indem viele andere Schlechtigkeiten vorgebracht werden, ist gegen diese Weisheit.

Wenn ein Prediger sieht, dass ein Bruder einen Fehler getan hat, dann ist es zu allererst angebracht, in seine Ohren zu flüstern, das bedeutet, ihn heimlich auf seine Fehler hinweisen. Reagiert er darauf nicht, dann soll er entweder einen Vortrag halten oder schreiben, ohne den Bruder persönlich zu nennen. Denn hier wird nur die falsche Idee aufgegriffen und nicht die Persönlichkeit selbst.

„Ich warne vor … und niemand darf von demjenigen etwas nehmen „ wird unter den Wissenschaftlern sehr selten gesagt. Eine Ausnahme ist, wenn derjenige voller Bida´ ist und zu seiner Bida´ aufruft. Wir haben nie gehört, dass ein Wissenschaftler über einen anderen sagt: „Nehmt nichts von ihm“. Selbst die früheren Wissenschaftler in ihren Zeiten bis jetzt nehmen aus den Büchern über Usul ul Fiqh, die andere, außer Ahlu Sunnah wal Djama´ geschrieben haben.

Es ist möglich, dass derjenige, vor dem gewarnt wurde, eine Bida´ in der Aqidah hat und sie öffentlich predigt. Dann soll der Warner die genaue falsche Aussage öffentlich anbringen und das Gegenteil davon im Detail beweisen, denn dies ist kein Feld für Allgemeinheiten.

Nun ist es so, dass nicht jeder, der einen Beweis anführt, die Wahrheit getroffen hat, denn es gibt einen Beweis und seinen Hinweis. Das bedeutet, ob der angebrachte Beweis wirklich auf den Streitpunkt hinweist? Dafür soll auch derjenige, vor dem gewarnt wurde, seine Gegenbeweise anbringen.

Wurde dies alles getan, dann hat nur derjenige, der die Beziehungen zwischen den Beweisen und seinen Hinweisen versteht, das Recht zu entscheiden, wer im Recht ist. Diese Entscheidung wird nicht durch Äußerlichkeiten, wie: „Die Stimme des Predigers mag ich …“ oder „Sein Bart ist lang …“ oder „Die Art des Predigens mag ich…“getroffen. Solche Faktoren haben keinen Einfluß auf die Beweise und ihre Hinweise.

Ich rate diesem Herz, welches davon getroffen wird, verschließe deine Ohren vor solchen Warnungen, die nicht in o. g. Weise durchgeführt werden, und studiere das Wissen im Islam, hab Geduld – ein Jahr, zwei, drei Jahre – bis du die Wärme des Wissens im Herzen spürst und laß mich in dein Ohr flüstern: „Die Wärme des Wissens hat einen besonderen Geschmack, wenn du sie irgendwann gekostet hast, dann denk über diese Aussage nach.“

Denjenigen, die Öl auf das Feuer gießen, rate ich ebenfalls, Wissen im Islam zu erlangen und nach einigen Jahren werdet ihr bemerken, dass ihr wart, wie der Vater der Handspanne – kennt ihr den Vater der Handspanne? Ich erzähle euch seine Geschichte:

Der Vater der Handspanne ist jemand, der ein Studium begonnen hat, solange, bis er eine Spanne des Wissens erlangt hat und er sagte: Ich bin der größte Wissenschaftler der Erde. Er studierte weiter, bis er zwei Handspannen des Wissens erlangt hat und nun sagte er: Ach, es gibt welche, die mehr wissen als ich. Nach weiterem Studium, bis er drei Spannen erreichte, sagte er: Oh, ich bin der Unwissendste auf dieser Erde.

[11:88]:AyatBeginn: Ich will nur Besserung, soweit ich (es erreichen) kann. Und es gibt für mich kein Gelingen außer durch Allah. Auf Ihn vertraue ich und an Ihn wende ich mich. :AyatEnde:

Wenn ich das Richtige getroffen habe, dann ist es von Allah :swt: und wenn nicht, dann ist es von meiner Seele und vom Shaitan.

Mohammad Abu Fatima

Samstag, 2. Januar 2010

Woran erkennt man einen Shaikh?





viele Fragen sich, woran erkenne ich einen Shaikh unter so vielen Muslimen, die in der Da´wah arbeiten. Meine Meinung ist, dass die meisten, die z. Z. in Deutschland Da´wah machen, Prediger sind. Ein Prediger ist derjenige, der Bücher über den Islam gelesen, Vorträge und hier und da Durus von einem Shaikh gehört hat. Mit diesem Wissen bereitet er einen Vortrag über ein bestimmtes Thema vor und gibt sein Wissen so weiter. Viele von ihnen haben gut in der Da´wah gearbeitet und dabei viel erreicht mashaAllah.

Shaikh in einem bestimmten Fachgebiet

Das ist jemand, der sein Fach bei einem oder mehreren Shujukh studiert hat. z. B. das Fachgebiet Arabisch:

Er muß Adjromiyyah (Kurzzusammenfassung wichtiger Themen der arab. Grammatik), Alfiyyah (1000 Zeilen über die arab. Grammatik) bei einem Shaikh studieren, danach liest er Bücher über dieses Fach und kann sein Wissen anwenden und lehren. Jetzt können wir von einem Shaikh in Arabisch sprechen. Dies ist die niedrigste Stufe eines Shaikhs im Fach Arabisch.

Shaikh ohne ein bestimmtes Fachgebiet

Er muß schon das Niveau eines Shaikhs im Fach Arabisch haben. Dazu kommt das Studium des Fachs Usul ul Fiqh mit mindestens dem Buch "Al Waraqat" und ein ausführliches Buch wie "Maraqi Su´ud" oder "Raudat an Nadhir" oder "Djama´ al Djawami´" oder "Mukhtasar Ibn al Hadjib" (abhängig von der Rechtsschule) u. a. sowie weitere Bücher in diesem Fach zu lesen.

Dazu kommen Bücher über "Mustalah al Hadith" (Fachausdrücke der Ahadith) - die Grundlage über das Wissen der Ahadith. Hier bekommt man das Wissen über die Bedeutung von sahih, hasan, daif usw.

Das Studium der beiden Fächer Arabisch und Usul ul Fiqh ist die Basis und das Mittel für ein Zielstudium in der `Aqidah, Fiqh, Tafsir und Ahadith.

Es gibt Shujukh, die nochmals in einem Fach spezialisiert sind, wie z. B. `Aqidah oder al Fiqh oder Tafsir oder auch `Ilm al Hadith. Dazu brauchen sie auf jeden Fall wieder eine mittlere Stufe im Fach Arabisch und Usul ul Fiqh (wie oben erwähnt). Ein Beispiel:

Ein Shaikh in Arabisch möchte sich in der `Aqidah spezialisieren. Er muß jetzt mindestens folgende Bücher studieren:

Al Usul ath Thalatha
Kitab at Tauhid
Al `Aqidah al Wasitiyyah
Al `Aqidah al Hamawiyyah
Al `Aqidah at Tadmuriyyah
Al `Aqidah at Tahawiyyah

Danach muß er weitere Bücher über die `Aqidah lesen und verstehen, wie die Bücher von Shaikh ul Islam Ibn Taymiyyah und Ibn Al Qayyim usw. Bis er die Stufe des Wissenschaftlers erreicht.

Andere Shujukh spezialisieren sich im Fach Arabisch oder in Usul ul Fiqh selbst. Sie studieren nach dem Grundstudium (s. o.) alle Bücher über diese Fächer (lesen und verstehen), bis sie "Al Malaka" in diesen Fächern bekommen. Al Malaka ist eine Eigenschaft in der Seele, welche die Geheimnisse dieses Fachs besitzt , d. h. er erhält die Mentalität dieses Wissens. Al Malaka gibt es nicht nur im islamischen Wissen, sondern in allen anderen Wissensbereichen, wie Mathe, Medizin, Mechaniker, Arzt usw. - man erhält sie durch Erfahrungen.

Das Thema "Woran erkennt man einen Shaikh" ist nicht einfach. Die Hauptsache ist, dass jemand, der in einem Fach lehrt, sein Wissen von einem oder mehreren Shujukh erhalten hat über eine längere Zeit, das Fach gut verstanden hat und gut lehren kann. Lernst du von ihm, dann ist er dein Shaikh in diesem Fach.

Das Wort "Shaikh" wird auch für islamische Wissenschaftler verwendet. Jeder Wissenschaftler ist ein Shaikh, aber nicht jeder Shaikh ist ein Wissenschaftler. Jeder Talib al `Ilm ist ein Shaikh in einigen Fächern, sobald er eine gewisse Stufe erreicht hat.

Im Allgemeinen verwende ich hier ein Wort von Imam Ahmed als er schon Imam war und mit seiner "Lauha" (Holztafel) zum Studium lief: "In diesem Alter lernst du noch?" Imam Ahmed erwiederte: "Ma´ al Mahbarah ila al Maqbarah" Mit meiner Tafel bis zum Friedhof.

Das Wissen ist ein Meer. Je mehr du studierst, umso größer erscheint dir das Meer.

Mohammad Abu Fatima

Samstag, 19. Dezember 2009

Das Herausgehen der Frauen zur Moschee






wir möchten jetzt über eine Aussage des Propheten :sas: und eine Aussage einer Sahabiyyah diskutieren - wie verhalten wir uns nun?

Der Gesandte Allahs, :sas: sagte: „Verbietet den Dienerinnen Allahs nicht, dass sie in die Moscheen Allahs gehen!“ [Bukhary 858/Muslim 1018(im arabischen)]

A´ischa, die Gattin des Propheten, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Wenn der Gesandte Allahs :sas: gesehen hätte, was die Frauen heutzutage gemacht haben, hätte er ihnen verboten, zur Moschee auszugehen, genauso wie es den Frauen der Kinder Israels verboten war. (Ibn Sa`id, ein Überlieferer) fragte `Amra: War es den Frauen der Kinder Israels verboten, zur Moschee auszugehen? Sie erwiderte: Ja. [Sahih Muslim Nr. 454 (im arabischen)]


Die Wissenschaftler sind sich einig, dass der Qur´an und die Sunnah und die Idjma´ (Einigung) der Wissenschaftler Beweise sind in der Sharia´.

Die Aussagen der Sahabi sind ebenfalls Beweise, wenn sie übereinstimmen oder wenn ein Sahabi etwas sagt und niemand sagt etwas dagegen. Mit einer Aussage eines Sahabi kann man arbeiten, aber unter Bedingungen, diese sind:

- die Aussage der Sahabi darf nicht einer Ayah oder einem Hadith widersprechen - Bsp.: Die Aussage von `Umar, dass jemand der im Djanaba-Zustand ist, den Tayyammum nicht benutzen darf. Dies richtet sich gegen den Hadith von Propheten :sas:, von `Ammar berichtet wurde. Die Aussage von `Umar wird nicht berücksichtigt.

- die Aussage der Sahabi darf keiner Aussage eines anderen Sahabi widersprechen. Hier muß der stärkste Beweis herausgesucht werden.

`Aisha :radiallahu3anh1: ist eine Frau des Propheten :sas: und eine der großen Wissenschaftler der Sahaba. Stellen wir uns nun die Frage - Will 'Aisha :radiallahu3anh1: das Urteil des Propheten :sas: aufheben, darf sie dies tun? Nein, sie darf das Urteil nicht aufheben und sie will es auch nicht.

Wie können wir die Aussage von `Aisha nun verstehen? Es hat mir gefallen, was Schaikh ul Islam Ibn Taymiyyah, rahimahu Allah, in seinen Fatawa über dieses Thema gesagt hat:

"Wahrlich, `Aisha :radiallahu3anh1: war eine der Gottesfürchtigsten, die ihre Seele nicht die Erlaubnis gibt, die Sharia´ nach dem Tod des Propheten :sas: aufzuheben. Sie meint damit, wenn der Prophet :sas: gesehen hätte, welche Schlechtigkeiten durch das Herausgehen von einigen Frauen hervorruft, dann würde er :sas: sie vom Herausgehen abhalten. Sie will damit sagen, dass der Hadith: „Verbietet den Dienerinnen Allahs nicht, dass sie in die Moscheen Allahs gehen!“ , trotzdem er eine allgemeine Aussage ist, spezialisiert worden ist durch ein ganz bestimmtes "Herausgehen" ohne Schlechtigkeiten, genau so, wie viele Fuqaha es gesagt haben, dass das Herausgehen von jungen Frauen, deren Herausgehen zu Schlechtigkeiten führt, davon abgehalten werden sollen. `Aisha :radiallahu3anh1: hat diese Spezialisierung ausgeführt, denn sie kennt den Propheten :sas: , dass er solches "Herausgehen" nicht erlaubt. Aber sie hat das uneingeschränkte Verbot für alle Frauen nicht damit gemeint, da nicht alle Frauen nach dem Propheten :sas: Schlechtigkeiten in Bezug auf das Herausgehen taten."

Ich möchte euch dazu einiges erklären:

Der Gesandte Allahs :sas: sagte: „Verbietet den Dienerinnen Allahs nicht, dass sie in die Moscheen Allahs gehen!“ [Bukhary 858/Muslim 1018(im arabischen)]

Mit "Allgemeinheit" sind hier die Dienerinnen Allahs gemeint. Dies ist ein Wort im Plural mit Bezug auf Allah im Genitiv und es weist auf die Allgemeinheit hin und bedeutet alle Dienerinnen Allahs. Eine allgemeine Aussage kann in der Sharia´ spezialisiert werden. Dies hat `Aisha :radiallahu3anh1: hier getan durch ihr Wissen, dass der Prophet :sas: mit seiner Aussage die Dienerinnen meinte, die die Bekleidungsvorschriften und den Adab (Benehmen) einhalten.

`Aisha :radiallahu3anh1: ist natürlich keine Gesetzgeberin, aber sie hat ihr Wissen dazu benutzt, um die Aussage des Propheten :sas: zu spezialisieren.

Ibn Qudamah al Maqdis, rahimahu Allah, sagte über die Aussage von `Aisha: "Die Sunnah des Propheten :sas: hat mehr Anspruch auf das Befolgen und die Aussage von `Aisha ist speziell für die Frauen, die Schlechtes erneuern. Und ohne Zweifel sollen solche Frauen davon abgehalten werden, herauszugehen."

Wir kennen jetzt die Lage der Moscheen in Deutschland. Die meisten Moscheen haben für Frauen und Männer nur eine einzige Tür. Die meisten Frauen bedecken nicht ihre Gesichter und die Schönheit ist im Gesicht. Männer und Frauen verlassen gemeinsam zur gleichen Zeit die Moschee, was es zu Zeiten des Propheten :sas: nicht gab. Ibn Abdal Barr Hafidh al Maghrib, rahimahuAllah, sagte in seinem Buch "At Tamhid" "Ummu Salama sagte: "Als der Prophet :sas: den Taslim sprach, blieb er einen Moment an seinem Platz." Dies wurde so betrachtet, dass der Prophet :sas: den Frauen damit Zeit gab, vor den Männern die Moschee zu verlassen."

:inshaAllah2: überlegt ihr ein wenig Schwestern. Möge Allah :swt: euch beschützen. Dies geschah in der Zeit des Propheten :sas: , in der die Tugendhaften lebten. Was sollen wir in unserer Zeit dazu sagen, in der neben den Türen der Moscheen sich die Leute versammeln und ihre Blicke nicht senken und die Herzen leer sind von der Tugendhaftigkeit und Gottesfürchtigkeit?

Was sagen die Wissenschaftler zu diesem Thema?

1. Meinung
Imam Ahmed und viele andere sehen den o. g. Hadith des Propheten :sas: über das Herausgehen zur Moschee als eine Erlaubnis, die mit einem Sinn verbunden ist. Als es diesen Sinn nicht mehr gab, gibt es die Erlaubnis ebenfalls nicht mehr. Der Sinn war, das tugendhafte und gute Praktizieren des Islam.

2. Meinung
Abu Hanifah sieht diese Erlaubnis nur für die 2 islamischen Feste.

3. Meinung
Imam Malik und Imam Shafi`i sehen diese Erlaubnis für die alten Frauen, die keine Heirat mehr anstreben.



Nachdem wir dies nun alles wissen, schließen wir daraus, dass es nur den Frauen erlaubt ist, die richtig islamisch gekleidetet sind - ohne Parfüm, ohne bunte auffallende Kleidung und von sich selbst sicher sind, dass sie keine Fitnah erhalten und geben - zur Mosche aus ihren Häusern zu gehen - wa Allahu alam.

Jede Schwester weiß, in welche Moschee sie geht, welche Umgebung es dort gibt und sie weißt auch, wie sie sich selbst kleidet und wie ihr Adab ist. Davon abhängig kann sie sich die Frage, ob es für sie erlaubt ist, in die Moschee zu gehen, selbst stellen inshaAllah.


Mohammad Abu Fatima