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Samstag, 7. September 2013

Das jetzige Misr (Ägypten) und Napoleon




Misr ist und war eine wichtige Zentrale dieser Ummah. Salah ud-Dien al Ayyubi und seine Führer Nur ud-Dien Sinki sowie sein Vater `Imad ud Dien waren überzeugt, dass sie al Quds nicht von den Kreuzfahrern befreien, bis sie eine Einigung herbeiführen zwischen ash Sham und Misr. Sie kannten die Wichtigkeit Ägyptens, die damals in den Händen der Sekte "Al Fatimiyyien" war. Als Salah ud Dien Ägypten von der Sekte befreite, erhielt die Ummah ihre eigentliche Kraft zurück.

An dem Tag, an dem Mubarak seinen Rücktritt erklärte, kam Mursi. Wenige Leute haben die Lage richtig erkannt. Diejenigen die sie richtig einschätzten war Shaikh Hasim Salah Abu Isma´il, als er sagte: "Wir haben noch nichts erreicht. Das Regime von Ägypten hat Mubarak geopfert, damit er bleibt."
Das authentische Lesen der Ereignisse besitzen wenige Leute dieser Ummah. Die Armee war aufmerksam auf solche kritischen Aussagen. Deshalb haben sie den o. g. Shaikh wenige Stunden nach dem Putsch gefangen genommen.

Man kann nicht sagen, dass Ägypten verloren ist für uns - wir hatten Ägypten nie in der Hand. Derjenige, der seine Zeit, in der er lebt, verstehen will, muß in die Vergangenheit zurückkehren und sich fragen, woher kommt dieser Hass zum Islam in Ägypten? Woher kommen die zahlreichen Liberalisten, die jetzt überall reden und die Wahrheit verfälschen? Warum haben sie ihre Prinzipien geopfert, obwohl sie vorher ein demokratisches Land forderten, ein Land der Freiheit für alle? Sie sehen jetzt, dass diese angeblichen Prinzipien unter den Schuhen der Armee sind. Jeder von uns sieht und sah die schrecklichste Schlacht dieses Jahrhunderts, in der viele Journalisten, die in zahlreichen Kriegen waren, berichten, dass sie solch ein qualvolles Massaker nie sahen. Sie berichten von Verletzte im Krankenhaus von Rabia´, die lebendig verbrannt wurden. Die Toten wurden verbrannt oder in Mülltonnen geworfen. Was für ein Hass ist das?

Das ist die Partei von Napoleon. Am 1. Juli 1798 eroberte Napoleon Alexandria in Ägypten mit einer großen Armee begleitet von vielen Persönlichkeiten, die schon vorher in Ägpyten lebten und Bericht erstatten. Alexandria wurde zerstört. Am 24. Juli 1798 drang er in Kairo ein.

Der Historiker "Der kleine Djabarti" berichtete in seiner Geschichte: "In der Nacht sind die Franzosen wie ein Fluß in die Stadt eingedrungen. Sie liefen in großen und kleinen Straßen ohne Hindernisse, als ob sie Shayatin oder die Armee von Iblis wären. Alles, was sie vor sich sahen, wurde zerstört ... Dann sind sie mit ihren Pferden in die Moschee al Azhar eingedrungen,in sie vor Betrunkenheit erbrachen, die Lampen zerstörten, die Bücher umhergeworfen, sie stahlen, was sie konnten, urinierten in die Moschee, tranken dort Alkohol und warfen die Gläser umher, trafen sie jemanden, zogen sie ihn splitternackt aus." Siehe auch im Buch von Mohammad Djalal Kishk "Und die Pferde drangen in al Azhar ein"

Napoleon blieb 7 Monate in Ägypten mit der derselben Art und Weise des Verderbens, des Tötens der Gelehrten und Schüler des Wissens. Im Februar 1799 drang er in Syrien ein und verhielt sich genau so wie in Ägypten. Am 30. Mai 1799 verlor er viele von seiner Armee und seinen Wissenschaftlern, davon der große Orientalist Vantor (Er lebte 40 Jahre in arabischen Ländern.) Napoleon kehrte nun zurück nach Kairo mit großer Angst vor einer Revolution. Er nutzte die Unruhen in Frankreich, nahm seine Sachen und floh aus Ägypten am 18. August 1799. Er hinterließ seinen Vertreter Kleber, denn er wußte, dass Kleber nichts gutes erleben wird. Nach 3 Monaten gab es eine große Revolution in Kairo, die vom 20. März - 21. April 1800 stattfand. Kleber beging ein großes Verbrechen, indem er Kairo mit Kanonen beschoß, Moscheen und Paläste, Kuppeln und Tore wurden zerstört. Kleber glaubte, Ägypten wird dadurch gehorsam. Nach 2 Monaten tötete ihn Sulaiman Halabi am 14. Juni 1800.

Was ich damit sagen möchte ist - das wichtigste in diesem Beitrag ist, dass Napoleon einen Brief an seinen Vertreter in Ägypten schrieb, in dem er sagte: "In diesem Winter wird die Marine in Alexandria oder Borullus oder Dumjat ankommen. Sei fleißig und sammle 500 - 600 Mann aus Ägypten. Wenn diese Schiffe ankommen, bring diese Leute auf die Schiffe. Kommen sie in Frankreich an, werden sie 1 - 2 Jahre dort leben, sehen, wie gewaltig Frankreich ist und gewöhnen sich an unsere Traditionen und Sprache. Kehren sie nach Ägypten zurück, werden sie für uns eine Partei sein und viele mit ihnen sein. Ich habe schon oft ein Orchester verlangt und interessiere mit speziell dafür, dieses zu dir zu schicken. Es ist notwendig für die Armee und zur Änderung der Traditionen des Landes.

Das war die Pflanze von Napoleon in Ägypten und davon kamen diese Parteien. Sie ist mit der Zeit gewachsen und überall verbreitet. Das ist der Zustand, den wir jetzt sehen.

Was das Herz traurig macht und es bluten läßt ist, dass man Shujukh sieht, die nach außen hin den Salaf folgen aber diese Parteien gegen ihre Brüder verteidigen. Sie führen Beweise und Interpretationen an, um dieses Fitnah zu unterstützen. Der einfache Mensch aus den Straßen von Kairo, der keine Beweise hat und braucht auch keine Beweise, um das gegenwärtige Ereignis zu verstehen.


:AyatBeginn: Sind sie denn nicht im Lande umhergereist, so daß sie Herzen haben könnten, um zu begreifen, oder Ohren, um zu hören? Denn wahrlich, es sind ja nicht die Augen, die blind sind, sondern blind sind die Herzen in der Brust. :AyatEnde: [22:46]

Mit den großen gegenwärtigen Ereignissen in dieser Ummah zeigt uns ALLAH :swt: Dinge, die verborgen waren und die Wahrheit über Personen und Gemeinschaften, die wir vorher nicht kannten. Das alles enthält in sich selbst zahlreiche Früchte, die in Zukunft geerntet werden :inshaAllah2:



:AyatBeginn: Und Allah setzt das durch, was Er beschließt. Die meisten Menschen aber wissen es
 nicht. :AyatEnde: [12:21]

Mohammad Abu Fatima

Freitag, 7. Juni 2013

نشيييييد Nasheed




Ich lese oft über schwere Themen und schreibe über al Fiqh und al Aqidah-Themen, dies ist ein Teil meines Lebens. Aber manchmal höre ich ein Nasheed, welche mir besonders gefallen, wenn die Worte bedeutend sind und die Stimme schön ist. Vor paar Minuten habe ich dieses Nasheed gehört. 

Ich hoffe, es gefällt euch genau so wie mir!

BarakaLLAHU fikum!

Mohammad Abu Fatima

Sonntag, 21. April 2013

Das Wissen, der Glaube und das Internet





in der Zeit des Propheten, sallaALLAHU ´alayhi wa sallem,  gab es zwei Besonderheiten, die die Generation der Sahabah besaßen:

- die Einzigkeit der Quelle des Wissens - d. h. sie nahmen die Offenbarung als Quelle des Wissens
Als der Prophet , sallaALLAHU `alayhi wa sallem, sah, dass `Umar,  radiyaALLAHU `anhu, aus Blättern der Thora las, wurde er wütend. Er, sallaALLAHU ´alayhi wa sallem, sagte: "Seid ihr verwirrt ..."
Wir merken, dass der Prophet, sallaALLAHU ´alayhi wa sallem,  nicht wollte, dass Wissen von anderen, aufgehobenen Religionen oder Philosophien genommen wird. Es gab z. Z. des Propheten, sallaALLAHU ´alayhi wa sallem, das verfälschte Judentum und Christentum und es gab viele Arten der Philosophien der Griechen, Inder und Chinesen sowie zahlreiche Ideologien, wie al Masdakiyyah (ähnlich des jetzigen Kommunismus) in Persien.

- sie besaßen die reine arabische Sprache und das ist das Gefäß der rechtmäßigen Sinne

Die beiden Besonderheiten hat die Ummah in dieser Zeit verloren. Die Welt ist offen durch das Internet und die reine arabische Sprache ist seit langem verloren. Der jetzige Muslim, der Stunden im Internet surft und von einem Extrem zum anderen viele Arten der Ideologien und Bida´ liest - sogar im Raum der Ahlu Sunnah, liest er jeden Tag viele verschiedene Meinungen - fühlt sich irgendwann moralisch zerstört. Er wird kein Vertrauen mehr haben. Er verliert seine Grundlage, die schon geschwächt ist.

Es ist nicht der Fehler dieser Welt oder der Fehler, dass es Internet gibt oder dass es Unterschiedlichkeiten gibt - dies sind vorherbestimmte Dinge, die müssen geschehen. Das nennen die Gelehrten "al Masa' il al qadariyyah", "Die Themen bzgl. der Vorherbestimmung". Sie nennen dies auch "Al Khabar", "Die Nachricht". Das alles bedeutet, dass, wie der Prophet, sallaALLAHU ´alayhi wa sallem, sagte, es kurz vor der Stunde viele Verführungen und Unterschiedlichkeiten geben und das Wissen aufgehoben wird. Es ist eine Art Nachricht des Propheten, sallaALLAHU ´alayhi wa sallem, die passieren wird. Sie sehen wir jetzt - es gibt viele Fitan, die sich bzgl. der Begierde und der Einwände zeigen. Die Unterschiedlichkeit zeigt sich bzgl. vieler Gruppierungen und vieler Meinungen. Das Aufheben des Wissens  zeigt sich dadurch, obwohl seine Buchstaben verbreitet sind, seine Sinne aufgehoben sind und das gute Verständnis des Islam ist nicht mehr vorhanden.

Es gibt andere Texte, die über die Art der Beauftragung sprechen und den Muslim auffordert, aktiv zu sein und sich Wissen anzueignen, die Wahrheit zu suchen und  geduldig zu sein.

Die Beauftragung mindert die Früchte der Nachricht - d. h. obwohl die Nachricht passieren wird, muß man etwas dagegen tun. Die Beziehung zwischen Nachricht und Beauftragung zeigt sich deutlich im Hadith von Bukhary und Muslim: "Wenn einer von euch eine kleine Palme in der Hand hat und er weiß, dass morgen die Stunde sein wird, er muß diese Palme einpflanzen."

Die Nachricht ist, dass dieser Mann weiß, dass seine Palme nicht wachsen wird. Die Beauftragung ist, dass er sie trotzdem pflanzen soll.

Kehren wir zum Thema zurück - die jetzigen Muslime sind leider meist unwissend und mögen das Wissen nicht. Entweder, weil sie faul sind oder weil sie den Wert des Wissens nicht kennen. Trotz alledem tauchen sie in das riesige Meer des Internets ein, ohne schwimmen zu können, bis sie nicht mehr können. Es gibt viele, die so ihren Glauben verloren haben, den Glauben an eine Sekte annahmen. Es gibt andere, die in der besseren Lage sind, sie werden durch die vielen Meinungen verwirrt bzgl. Ahlu Sunnah. Dies kommt daher, weil sie die Grundlagen und Ausdrücke des Wissens nicht besitzen und es ist normal, wenn man eine Woche in Ärzteforen liest, wird man nichts verstehen. Wenn man versucht, zu verstehen, wird sein Gehirn müde. Deshalb wird man aufgeben.

Früher sagten die Gelehrten: "Das Wissen war nur ein Punkt, aber die Leute der Bida´ haben ihn vergrößert." Ich sage, das Wissen in dieser Zeit ist noch größer geworden, deshalb ist es meine Pflicht, meinen Geschwistern im Islam einen Rat zu geben:

1. Erkenne dein Niveau - sag zu dir selbst, ich habe gerade begonnen mit dem Islam, dem Wissen usw. Der Prophet, sallaALLAHU ´alayhi wa sallem, sagte: "ALLAH erbarme sich desjenigen, der seine Bestimmung kennt.".

2. Beginne zu lernen, denn es ist nichts schlechtes zu sagen, dass du gerade begonnen hast. Denn der Fluß besteht aus Tropfen.

3. Du sollst wissen, dass du beauftragt bist. Das bedeutet, dass deine Religion durch viele Einwände angegriffen wird und du derjenige bist, der diese Einwände löschen soll.

4. Nachdem du begonnen hast, dir Wissen anzueigenen und deine Aufgabe zu kennen, diskutiere nicht über große Dinge, die höher als dein Wissen sind. Denn wenn du von hoch oben stürzt, wirst du gebrochen.

5. Sei bescheiden und sei nicht arrogant. Zwei Leute werden nie lernen - der Arrogante und derjenige, der sich schämt. Wisse, möge ALLAH dir barmherzig sein, dass du nie wissen wirst, bis du das Wissen von demjenigen nimmst, der mehr weiß als du, der genau so viel weiß wie du und der weniger weiß als du. (manchmal gibt es im Fluß, was es nicht im Meer gibt)

6. Lies nicht überall im Internet, nur wenn du wirklich ein gewisses Niveau an Wissen besitzt und auch nur, wenn es notwendig ist und nur auf Seiten, denen du vertrauen kannst. Das Lesen überall macht das Herz krank, denn viele, die kein Wissen besitzen, schreiben im Internet.

Möge ALLAH  ta ala uns vor allem Übel bewahren und uns das Gute im Dies- und im Jenseits geben - amin!

Mohammad Abu Fatima

Sonntag, 19. September 2010

Der Wissenschaftler Mohammad as Samadi ist gestorben


Allah ta´ala sagt:

[21:44] Sehen sie denn nicht, daß Wir über das Land kommen und es an seinen Enden schmälern? Können sie denn siegen?

Viele Mufassirin (Qur´an-Deuter) haben das schmälern des Landes mit dem Tod der Wissenschaftler erklärt.

Gestern, Samstag, 18.09.2010 verstarb ein großer Wissenschaftler in Casablanca (Marokko) im Alter von 74 Jahren. Sein Name ist Mohammad as Samadi rahimahu Allah.

Er war ein Wissenschaftler, der weit entfernt von der Berühmtheit lebte. Für ihn war das Nennen seines Namens unwichtig. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass er auf dem Niveau der großen Shujukh, wie Shaikh Bin Baz und Bakr Abu Zayd war. Die arabische Grammatik war sein Fach und in Usul ul Fiqh zeigte er, dass er die Feinheiten dieses Wissens beherrschte. Im Fiqh hat er Hervorragendes geleistet sowie in der arabischen Rethorik.  In Bezug auf Fatawah war er gottesfürchtig und ich hörte ihn sagen: "Frag jemand anderes als mich." 

Ash Shaikh Samadi war sehr bescheiden. Er lebte unter den Menschen und betete in seiner Moschee und ging aus der Tür heraus, aus der alle Menschen herausgingen. Er sprach mit ihnen mit einem Lächeln im Gesicht und gab jedem Anliegen mit großer Geduld seine Zeit. Sein Herz und seine Tür waren offen für jeden Fragenden und jeden, der Sorgen hat - RahmatulLahi alayh.

Eines Tages war er krank und ich brachte ihm ein Medikament aus Knoblauch, welches in Deutschland hergestellt wird. Ich sagte ihm, dass es ganz geringen Anteil an Rindergelatine enthält. Er schaute zu mir und sagte: "SubhanaAllah, soll ich am Ende meines Lebens Kadaver essen." Dies zeigt seine Gottesfurcht mashaAllah.

Als ich an einem anderen Tag unterwegs war und mich selbst fragte: Es gibt viele Studenten, die einen Lieblingsshaik haben. Wer ist eigentlich mein Lieblingsschaikh? Ich sagte zu mir: Es ist Shaikh as Samadi. Ich schaute nach vorn und sah ihn in diesem Moment direkt vor mir laufen - subhanaAllah.

Ash Shaikh as Samadi ist ein Beispiel von Bescheidenheit und Zurückgezogenheit sowie von Geduld und Opferung für das Wissen. Er gab sein ganzes Leben für das Lehren seines Wissens. Seine Schüler haben einen guten Vater verloren. Es gibt zwei verschiedene Arten der Vaterschaft - von der Geburt und vom Wissen und die Vaterschaft vom Wissen ist seelisch.

An seinem Begräbnis waren Tausende von seinen Lieben und Schülern anwesend. Imam Ahmed sagte zu Ahlul Bida´: "Zwischen uns und euch ist der Tag des Begräbnisses." Er, rahimahuAllah, meint damit, dass der Wert von Ahlu-Sunnah am Tag des Begräbnisses durch die vielen Anwesenden gezeigt wird.



Inna lilLahi wa inna ilayhi radji´un.

SubhanakaAllahumma wa bihamdik - Ashadu an la ilaha illa ant, astaghfiruka wa atubu ilayk.

Mohammad Abu Fatima

Freitag, 15. Januar 2010

Die Regel über "Ich warne vor ..."






alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und denjenigen, die bis zum jüngsten Tag ihrem Weg folgen.


Allah :swt: führt ein Herz zum Islam, nachdem es in Dunkelheit und Unwissenheit des Kufr litt. Jetzt aber kostet er den Anmut des Imans, welcher seine Tränen von seinem Gesicht wischt und ihm einen leuchtenden Weg in die Zukunft zeigt.

Dieses Herz spürt eine Wärme, wenn es Vorträge über das Paradies, die Hölle, die Engel, den Tod, das Universum usw. hört. Sie und der daraus folgende Iman ist die Nahrung, welche ihn gegen sein Umfeld stärkt, das ihn nicht anerkennt und nicht akzeptiert. Es hörte immer Ahlu Sunnah, Ahlu Sunnah – seine Fitrah ruft ihn zu sich und sagt, dies ist dein Nest, halte fest daran.

Plötzlich beginnt dieses Nest zu schwanken und die Wärme wird lauer, die Verwirrung erscheint wieder am Horizont, denn eine Stimme warnt vor der anderen im selben Nest. Was wird wohl dieses Herz jetzt erleben, wie wird es ihm ergehen?

Die Weisheit, ja die Weisheit ist das Hinlegen jeder Angelegenheit an ihre passende Stelle. Das Anstossen einer Schlechtigkeit, indem viele andere Schlechtigkeiten vorgebracht werden, ist gegen diese Weisheit.

Wenn ein Prediger sieht, dass ein Bruder einen Fehler getan hat, dann ist es zu allererst angebracht, in seine Ohren zu flüstern, das bedeutet, ihn heimlich auf seine Fehler hinweisen. Reagiert er darauf nicht, dann soll er entweder einen Vortrag halten oder schreiben, ohne den Bruder persönlich zu nennen. Denn hier wird nur die falsche Idee aufgegriffen und nicht die Persönlichkeit selbst.

„Ich warne vor … und niemand darf von demjenigen etwas nehmen „ wird unter den Wissenschaftlern sehr selten gesagt. Eine Ausnahme ist, wenn derjenige voller Bida´ ist und zu seiner Bida´ aufruft. Wir haben nie gehört, dass ein Wissenschaftler über einen anderen sagt: „Nehmt nichts von ihm“. Selbst die früheren Wissenschaftler in ihren Zeiten bis jetzt nehmen aus den Büchern über Usul ul Fiqh, die andere, außer Ahlu Sunnah wal Djama´ geschrieben haben.

Es ist möglich, dass derjenige, vor dem gewarnt wurde, eine Bida´ in der Aqidah hat und sie öffentlich predigt. Dann soll der Warner die genaue falsche Aussage öffentlich anbringen und das Gegenteil davon im Detail beweisen, denn dies ist kein Feld für Allgemeinheiten.

Nun ist es so, dass nicht jeder, der einen Beweis anführt, die Wahrheit getroffen hat, denn es gibt einen Beweis und seinen Hinweis. Das bedeutet, ob der angebrachte Beweis wirklich auf den Streitpunkt hinweist? Dafür soll auch derjenige, vor dem gewarnt wurde, seine Gegenbeweise anbringen.

Wurde dies alles getan, dann hat nur derjenige, der die Beziehungen zwischen den Beweisen und seinen Hinweisen versteht, das Recht zu entscheiden, wer im Recht ist. Diese Entscheidung wird nicht durch Äußerlichkeiten, wie: „Die Stimme des Predigers mag ich …“ oder „Sein Bart ist lang …“ oder „Die Art des Predigens mag ich…“getroffen. Solche Faktoren haben keinen Einfluß auf die Beweise und ihre Hinweise.

Ich rate diesem Herz, welches davon getroffen wird, verschließe deine Ohren vor solchen Warnungen, die nicht in o. g. Weise durchgeführt werden, und studiere das Wissen im Islam, hab Geduld – ein Jahr, zwei, drei Jahre – bis du die Wärme des Wissens im Herzen spürst und laß mich in dein Ohr flüstern: „Die Wärme des Wissens hat einen besonderen Geschmack, wenn du sie irgendwann gekostet hast, dann denk über diese Aussage nach.“

Denjenigen, die Öl auf das Feuer gießen, rate ich ebenfalls, Wissen im Islam zu erlangen und nach einigen Jahren werdet ihr bemerken, dass ihr wart, wie der Vater der Handspanne – kennt ihr den Vater der Handspanne? Ich erzähle euch seine Geschichte:

Der Vater der Handspanne ist jemand, der ein Studium begonnen hat, solange, bis er eine Spanne des Wissens erlangt hat und er sagte: Ich bin der größte Wissenschaftler der Erde. Er studierte weiter, bis er zwei Handspannen des Wissens erlangt hat und nun sagte er: Ach, es gibt welche, die mehr wissen als ich. Nach weiterem Studium, bis er drei Spannen erreichte, sagte er: Oh, ich bin der Unwissendste auf dieser Erde.

[11:88]:AyatBeginn: Ich will nur Besserung, soweit ich (es erreichen) kann. Und es gibt für mich kein Gelingen außer durch Allah. Auf Ihn vertraue ich und an Ihn wende ich mich. :AyatEnde:

Wenn ich das Richtige getroffen habe, dann ist es von Allah :swt: und wenn nicht, dann ist es von meiner Seele und vom Shaitan.

Mohammad Abu Fatima

Freitag, 13. November 2009

Bida` und seine Folgen






Allah :swt: hat uns ans Herz gelegt, daß wir uns an den Qur´an und an die Sunnah des Propheten, salla Allahu alayhi wa sallam halten. Dies sehen wir in folgendem Qur´an-Vers:

:AyatBeginn: "Und dies ist wahrlich Mein gerader Weg, so folgt ihm, und folgt nicht (anderen) Pfaden, die euch von Seinem Pfad abirren lassen..." :AyatEnde:(6:153)
(mit "ihm" ist der Prophet Mohammed :sas: gemeint)

:AyatBeginn: "Sprich: 'Wenn ihr Allah (wahrhaft) liebt, so folgt mir, dann wird Allah euch lieben und euch eure Schuld vergeben..." :AyatEnde:(3:31)
(hier spricht Allah subhanahu wa ta3ala mit dem Propheten Mohammed :sas: , mit "mir" ist also der Prophet gemeint)

:AyatBeginn: "Und wenn ihr über etwas in Streit geratet, dann bringt es vor Allah und den Gesandten..." :AyatEnde: (4:59)


Um den Islam zu verstehen und die richtige Handlungsweise herauszufinden, sollte ein Muslim sich an die Sunnah des Gesandten Allahs :sas: halten, die rechtgeleiteten Kalifen :radiallahu3anh1:, die Gefährten des Propheten :radiallahu3anh1: und deren Nachfolger (rA), sowie die muslimischen Gelehrten (Ulama). Dies ist die Auffassung der meisten ihrer Anhänger, und diese Auffassung vertreten auch Asch-Schafi'i, Ahmad ibn Hanbal und die meisten Rechtsgelehrten (rA).

Abu Nadschih al-Irbad ibn Sariya :radiallahu3anh1: berichtet: Der Gesandte Allahs :sas: hielt eine bewegende Ansprache, die uns zutiefst berührte und eine Woge von Furcht in unsere Herzen sandte und unsere Tränen fließen ließ. Wir sagten zu ihm: "Oh Gesandter Allahs, dies klingt, als wäre diese Predigt die letzte eines Abschied Nehmenden. Rate uns also!" Daraufhin sagte er: "Ich ermahne euch, Allah zu fürchten und dem Anführer zu gehorchen, auch wenn er ein äthiopischer Sklave sein sollte. Diejenigen unter euch, die mich überleben, werden schon eine Menge an Meinungsverschiedenheiten feststellen. Eure Pflicht ist es aber, meiner Sunna und der Sunna meiner rechtgeleiteten Nachfolger (Kalifen) hartnäckig zu folgen, und dass ihr euch vor Neuerungen hütet, denn jede Neuerung (die dem Islam widerspricht) ist ein Irrtum." (Abu Dawud und At-Tirmidhi)
Nach At-Tirmidhi ist dies ein guter und gesunder Hadith (hasan sahih).
[Riyad us-Salihin Nr. 157]

Aischa :radiallahu3anh1: überliefert, dass der Gesandte Allahs :sas: gesagt hat: "Wer in dieser unserer Sache** etwas neu begründet, was nicht ein Bestandteil davon ist, ist abzuweisen." (Al-Bukhari und Muslim)

In einer anderen Version bei Muslim heißt es: "Wer gegen unsere Sache handelt, ist zurückzuweisen."****
**Das heißt: der islamischen Religion.
****Sowohl der Neuerer als auch die Neuerung selbst sind zurückzuweisen.

[Riyad us-Salihin Nr. 169]
In einer anderen Version bei Muslim heißt es: "Wer ein Werk vollbringt, und er hat nicht unseren Auftrag dazu, ist abzuweisen."

Etwas neu zu begründen, also eine Neuerung im Islam einzuführen bedeutet, etwas zu tun, was keine Grundlage im Islam besitzt, also, was nicht bewiesen werden kann durch den Qur´an oder die Sunnah.

Als Beispiel möchte ich hier das Tarawih-Gebet anführen: Der Prophet :sas: hat dieses 2 oder 3 mal zu Hause gebetet und hat es nicht weitergeführt, da er die Befürchtung hatte, die Leute sehen dieses Gebet als ein alltägliches Pflichtgebet an. Weitergeführt hat es der Khalif Omar. Das Tarawih-Gebet besitzt also eine Grundlage dadurch, dass der Prophet :sas: es getan hat.

Ein weiteres Beispiel ist die gemeinsame Qur´an-Lesung vor dem Freitagsgebet in der Moschee, bei der all die Muslime zusammen Qur´an lesen, die auf das Gebet warten. Es liest aber nicht jeder für sich allein, sondern sie lesen ihn alle zusammen. Hier könnte man sagen, es ist doch schön und gut, wenn die Leute sich durch das gemeinsame Lesen des Qur´an Hassanat (Belohnung) verdienen. Es ist eine gute Sache. Nein, dieses zusammen Lesen des Qur´an vor dem Freitagsgebet ist eine Bida` (Neuerung), da es sowohl im Qur´an als auch in der Sunnah keine Grundlage besitzt. Der Prophet :sas: dies also auch nie getan hat.

Es gibt auch keine gute oder schlechte Bida`. Eine Neuerung im Islam ist eine Neuerung, egal, ob man sie als gut betrachtet oder nicht, denn es heißt in den folgenden Ahadith: "Jede Neuerung".

Dschabir :radiallahu3anh1: berichtet: Wenn der Gesandte Allahs :sas: predigte, wurden seine Augen rot, der Ton seiner Stimme erhob sich, und er erregte sich, als wäre er der Warner vor einem feindlichen Heer, das auflauert. Er pflegte zu sagen: "Der Feind wartet ab, um am Morgen oder am Abend über euch herzufallen," Er pflegte auch zu sagen: "Meine Entsendung ist ein Zeichen der baldigen Ankunft der Stunde (des Jüngsten Tages). Beide liegen sehr nah beieinander wie dies:" hierbei verschlang er seinen Zeigefinger mit seinem Mittelfinger und fügte hinzu: "Gewiss ist das beste Wort die Schrift Allahs, und die beste Führung ist die von Muhammad :sas: gezeigte. Die schlimmste Praxis ist das Einführen neuer Elemente in den islamischen Glauben, und jede Neuerung ist ein Irrtum." Er sagte stets: "Ich habe Vorrang in der Sorge um jeden Gläubigen vor ihm selbst. Wenn er etwas an Besitz zurücklässt, gehört dieser (dennoch) seinen Familienmitgliedern. Und wenn er stirbt und dabei Schulden hinterlässt, und von Abhängigen überlebt wird, halte ich mich verantwortlich für das Zahlen seiner Schulden und für den Unterhalt seiner Abhängigen."
(Muslim)
Und al-Irbad ibn Sariya überliefert das bereits aufgeführte Hadith Nr. 0157
[Riyad us-Salihin Nr. 170]



Abu Amru Dschanr ibn Abdullah :radiallahu3anh1: erzählte: Wir waren eines Vormittags beim Gesandten Allahs :sas:. Zu ihm kamen auch einige Leute, die nichts als Fetzen von Sackleinen an ihrem Körper trugen. Und sie trugen umgehängte Schwerter. Fast alle von ihnen gehörten zum Stamme der Mudar. Als der Prophet :sas: sah, in welch armseligem Zustand sie sich befanden, änderte sich sein Gesichtsausdruck. Er stand auf und ging in seine Kammer, kam sodann heraus und bat Bilal :radiallahu3anh1:, zum Gebet zu rufen. Dann rief dieser zum Gebet, und sie beteten. Dann sprach er zu den Versammelten: "Oh ihr Menschen! Fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen erschaffen hat, und aus ihm erschuf Er seine Gattin, und aus beiden ließ Er viele Männer und Frauen (sich auf Erden) ausbreiten. So fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander ersucht, und wahrt die Verwandtschaftsbande (fest). Wahrlich, Al!ah wacht stets über euch." (Sure 4:1). Und dann las er noch einen Vers aus Sure Al-Haschr (59:18): "Oh die ihr glaubt, fürchtet Allah, und jede Seele soll schauen, was sie für morgen vorausschickt. Fürchtet Allah. Allah weiß sehr wohl, was ihr tut." Dann bat der Prophet :sas: die Anwesenden: "Jeder von euch soll Sadaqa geben, von seinem Geld, seiner Kleidung, Getreide und Datteln, und wenn es nur eine halbe Dattel wäre." Da kam einer der Ansar und brachte einen schweren Sack, dessen Gewicht ihm Schwierigkeit machte, ihn zu tragen; dann folgten andere, einer nach dem anderen, bis da zwei Haufen von Esswaren und Kleidung lagen. Dann sah ich, wie das Gesicht des Gesandten Allahs :sas: wie Gold strahlte. Allahs Gesandter :sas: sagte: "Wer auch immer eine gute Sitte einführt, der wird dafür Lohn erhalten, und auch den Lohn für diejenigen, die ihm darin folgen, ohne dass diesen jedoch irgendetwas von ihrem Lohn abgezogen wird. Desgleichen wird derjenige, der eine üble Praxis im Islam einführt, dafür bestraft werden, und auch für diejenigen, die es ihm gleichtun, ohne dass diesen irgendetwas von ihrer Strafe dafür erlassen wird." (Muslim)

Die wortwörtliche Übersetzung dieser Aussage des Propheten :sas: führt zu Missverständnissen bei vielen Muslimen und Nichtmuslimen. Der ungefähre Wortlaut dieser Aussage lautet wie folgt: "Wer auch immer im Islam eine Sunnah wiederbelebt bzw. wer im Islam der Grund dafür ist, dass eine gute Tat verrichtet wird, der erhält seinen Lohn, und auch derjenige, der ihm hierin folgt, ohne dass ihm hiervon etwas vom Lohn abgezogen wird. Und wer auch immer im Islam eine schlechte Tat einführt bzw. wer im Islam der Grund dafür ist, dass eine schlechte Tat verrichtet wird, der erhält hierfür seine Bestrafung, und auch für diejenigen, die ihnen darin folgen, ohne dass diesen dafür irgendetwas von ihrer Strafe erlassen wird."
[Riyad us-Salihin Nr. 171]

Hütet euch also vor Neuerungen (Bida`), denn jede Neuerung ist ein Weg in das Höllenfeuer und eine Rückkehr in die Zeit der Unwissenheit.


`A´ischa, :radiallahu3anh1: berichtete: Der Gesandte Allahs, :sas: sagte: "Wer in unserer Sache (Glaubenslehre) eine Neuerung einführt, dessen Neuerung ist zurückzuweisen (und nicht zu befolgen; denn das ist eine Art Rückkehr zur Zeit der Unwissenheit)."
[Sahih Muslim Nr. 3242 (im arabischen)]

Der Islam ist so, wie er von Allah :swt: gesandt wurde vollkommen und benötigt keine Neuerungen.

:AyatBeginn: ... Heute habe Ich euch eure Religion Vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt. Wer aber durch Hungersnot gezwungen wird, ohne sündhafte Neigung - so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig. :AyatEnde:[Surah Al-Ma'ida 5:3]


Mohammad Abu Fatima