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Assalamu alaikum liebe Geschwister, es ist ausdrücklich erlaubt, alle Texte aus meinem
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Dienstag, 9. Februar 2010

Die Mehrehe





[24:32]:AyatBeginn: Und verheiratet diejenigen von euch, die ledig sind, und die guten unter euren Sklaven, männliche wie weibliche. Wenn sie arm sind, so wird Allah sie aus Seiner Fülle reich machen; denn Allah ist Allumfassend, Allwissend. :AyatEnde:

Viele der Sahabah und Wissenschaftler haben diese Ayah als Schlüssel für den Reichtum erklärt. Ibn Abbas sagte zu dieser Ayah: "Allah :swt: hat in den Muslimen den Wunsch erweckt, zu heiraten und damit den Reichtum versprochen."

Abu Bakr as Siddiq sagte: "Gehorcht Allah ta´ala in Seinen Befehlen (d. h. Heirat) und Er gibt euch, was Er euch versprochen hat (Reichtum)."

Ibn Mas´ud sagte: "Der Reichtum liegt in der Heirat."

Es ist gut, so etwas von den Sahabah zu hören. Die Sahabah haben den Islam richtig verstanden und hatten großes Vertrauen in Allah ta´ala, sie besaßen viel Aufrichtigkeit und arbeiteten aufrichtig für den Islam.

Die Heirat ist eine ´Ibada, d.h. eine große Tat, die für Allah :swt: getan wird. Auch der Prophet :sas: sagte: „Heiratet die Freundliche, viel Gebärende – ich werde euch (meine Ummah) am Tag der Auferstehung zur Schau stellen vor den anderen Gemeinschaften.“
Sahih in Abu Dawud

Der Prophet :sas: weckt in uns den Wunsch zur Heirat und viele Kinder zu bekommen. Dies wird nur erfüllt durch die Heirat.

Die Feinde dieser Ummah haben viel unternommen, damit die Zahl dieser Ummah sich nicht erhöht. Die Mehrehe wurde als schlecht dargestellt und wird sogar von den Muslimen abgelehnt. Aber wenn ein Muslim eine Freundin hat, so ist dies oft kein Problem, hat er aber eine zweite Frau, so ist dies unakzeptabel und wird wie eine Sünde dargestellt.

Damit die Mehrehe sein Ziel erreicht, benötigt sie 3 Säulen:

  1. gute Ehepartner, d. h. ein Muslim und eine Muslima, die für Allah :swt: leben und wissen, dass das Leben eine kurze Brücke zum Akhirah ist und kein Haus für die Ewigkeit. Ehepartner, die das Akhirah als ihren Wert anerkennen und nicht das Material im Dunjah. Dieser Punkt führt zum Erfolg der Mehrehe. (Die Frau ist natürlich eifersüchtig. Um diese Eifersucht zu regeln, sollte die Frau viel Dua´ machen, wie der Prophet :sas: es mit Umm Salama getan hat. Die Frau soll sich über die Eifersucht erheben und für das Akhirah und die Dawah arbeiten.)
  2. viele Kinder
  3. richtige islamische Erziehung der Kinder nach Qur´an und Sunnah und sich dafür sehr anstrengen. Der Beginn der Kindererziehung ist im Babyalter bis die Reife erreicht ist.

Dies sind nur zusammengefasste Titel eines großen Themas, welches viele Erläuterungen benötigt.

Mohammad Abu Fatima

Freitag, 15. Januar 2010

Die Regel über "Ich warne vor ..."






alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und denjenigen, die bis zum jüngsten Tag ihrem Weg folgen.


Allah :swt: führt ein Herz zum Islam, nachdem es in Dunkelheit und Unwissenheit des Kufr litt. Jetzt aber kostet er den Anmut des Imans, welcher seine Tränen von seinem Gesicht wischt und ihm einen leuchtenden Weg in die Zukunft zeigt.

Dieses Herz spürt eine Wärme, wenn es Vorträge über das Paradies, die Hölle, die Engel, den Tod, das Universum usw. hört. Sie und der daraus folgende Iman ist die Nahrung, welche ihn gegen sein Umfeld stärkt, das ihn nicht anerkennt und nicht akzeptiert. Es hörte immer Ahlu Sunnah, Ahlu Sunnah – seine Fitrah ruft ihn zu sich und sagt, dies ist dein Nest, halte fest daran.

Plötzlich beginnt dieses Nest zu schwanken und die Wärme wird lauer, die Verwirrung erscheint wieder am Horizont, denn eine Stimme warnt vor der anderen im selben Nest. Was wird wohl dieses Herz jetzt erleben, wie wird es ihm ergehen?

Die Weisheit, ja die Weisheit ist das Hinlegen jeder Angelegenheit an ihre passende Stelle. Das Anstossen einer Schlechtigkeit, indem viele andere Schlechtigkeiten vorgebracht werden, ist gegen diese Weisheit.

Wenn ein Prediger sieht, dass ein Bruder einen Fehler getan hat, dann ist es zu allererst angebracht, in seine Ohren zu flüstern, das bedeutet, ihn heimlich auf seine Fehler hinweisen. Reagiert er darauf nicht, dann soll er entweder einen Vortrag halten oder schreiben, ohne den Bruder persönlich zu nennen. Denn hier wird nur die falsche Idee aufgegriffen und nicht die Persönlichkeit selbst.

„Ich warne vor … und niemand darf von demjenigen etwas nehmen „ wird unter den Wissenschaftlern sehr selten gesagt. Eine Ausnahme ist, wenn derjenige voller Bida´ ist und zu seiner Bida´ aufruft. Wir haben nie gehört, dass ein Wissenschaftler über einen anderen sagt: „Nehmt nichts von ihm“. Selbst die früheren Wissenschaftler in ihren Zeiten bis jetzt nehmen aus den Büchern über Usul ul Fiqh, die andere, außer Ahlu Sunnah wal Djama´ geschrieben haben.

Es ist möglich, dass derjenige, vor dem gewarnt wurde, eine Bida´ in der Aqidah hat und sie öffentlich predigt. Dann soll der Warner die genaue falsche Aussage öffentlich anbringen und das Gegenteil davon im Detail beweisen, denn dies ist kein Feld für Allgemeinheiten.

Nun ist es so, dass nicht jeder, der einen Beweis anführt, die Wahrheit getroffen hat, denn es gibt einen Beweis und seinen Hinweis. Das bedeutet, ob der angebrachte Beweis wirklich auf den Streitpunkt hinweist? Dafür soll auch derjenige, vor dem gewarnt wurde, seine Gegenbeweise anbringen.

Wurde dies alles getan, dann hat nur derjenige, der die Beziehungen zwischen den Beweisen und seinen Hinweisen versteht, das Recht zu entscheiden, wer im Recht ist. Diese Entscheidung wird nicht durch Äußerlichkeiten, wie: „Die Stimme des Predigers mag ich …“ oder „Sein Bart ist lang …“ oder „Die Art des Predigens mag ich…“getroffen. Solche Faktoren haben keinen Einfluß auf die Beweise und ihre Hinweise.

Ich rate diesem Herz, welches davon getroffen wird, verschließe deine Ohren vor solchen Warnungen, die nicht in o. g. Weise durchgeführt werden, und studiere das Wissen im Islam, hab Geduld – ein Jahr, zwei, drei Jahre – bis du die Wärme des Wissens im Herzen spürst und laß mich in dein Ohr flüstern: „Die Wärme des Wissens hat einen besonderen Geschmack, wenn du sie irgendwann gekostet hast, dann denk über diese Aussage nach.“

Denjenigen, die Öl auf das Feuer gießen, rate ich ebenfalls, Wissen im Islam zu erlangen und nach einigen Jahren werdet ihr bemerken, dass ihr wart, wie der Vater der Handspanne – kennt ihr den Vater der Handspanne? Ich erzähle euch seine Geschichte:

Der Vater der Handspanne ist jemand, der ein Studium begonnen hat, solange, bis er eine Spanne des Wissens erlangt hat und er sagte: Ich bin der größte Wissenschaftler der Erde. Er studierte weiter, bis er zwei Handspannen des Wissens erlangt hat und nun sagte er: Ach, es gibt welche, die mehr wissen als ich. Nach weiterem Studium, bis er drei Spannen erreichte, sagte er: Oh, ich bin der Unwissendste auf dieser Erde.

[11:88]:AyatBeginn: Ich will nur Besserung, soweit ich (es erreichen) kann. Und es gibt für mich kein Gelingen außer durch Allah. Auf Ihn vertraue ich und an Ihn wende ich mich. :AyatEnde:

Wenn ich das Richtige getroffen habe, dann ist es von Allah :swt: und wenn nicht, dann ist es von meiner Seele und vom Shaitan.

Mohammad Abu Fatima

Samstag, 2. Januar 2010

Woran erkennt man einen Shaikh?





viele Fragen sich, woran erkenne ich einen Shaikh unter so vielen Muslimen, die in der Da´wah arbeiten. Meine Meinung ist, dass die meisten, die z. Z. in Deutschland Da´wah machen, Prediger sind. Ein Prediger ist derjenige, der Bücher über den Islam gelesen, Vorträge und hier und da Durus von einem Shaikh gehört hat. Mit diesem Wissen bereitet er einen Vortrag über ein bestimmtes Thema vor und gibt sein Wissen so weiter. Viele von ihnen haben gut in der Da´wah gearbeitet und dabei viel erreicht mashaAllah.

Shaikh in einem bestimmten Fachgebiet

Das ist jemand, der sein Fach bei einem oder mehreren Shujukh studiert hat. z. B. das Fachgebiet Arabisch:

Er muß Adjromiyyah (Kurzzusammenfassung wichtiger Themen der arab. Grammatik), Alfiyyah (1000 Zeilen über die arab. Grammatik) bei einem Shaikh studieren, danach liest er Bücher über dieses Fach und kann sein Wissen anwenden und lehren. Jetzt können wir von einem Shaikh in Arabisch sprechen. Dies ist die niedrigste Stufe eines Shaikhs im Fach Arabisch.

Shaikh ohne ein bestimmtes Fachgebiet

Er muß schon das Niveau eines Shaikhs im Fach Arabisch haben. Dazu kommt das Studium des Fachs Usul ul Fiqh mit mindestens dem Buch "Al Waraqat" und ein ausführliches Buch wie "Maraqi Su´ud" oder "Raudat an Nadhir" oder "Djama´ al Djawami´" oder "Mukhtasar Ibn al Hadjib" (abhängig von der Rechtsschule) u. a. sowie weitere Bücher in diesem Fach zu lesen.

Dazu kommen Bücher über "Mustalah al Hadith" (Fachausdrücke der Ahadith) - die Grundlage über das Wissen der Ahadith. Hier bekommt man das Wissen über die Bedeutung von sahih, hasan, daif usw.

Das Studium der beiden Fächer Arabisch und Usul ul Fiqh ist die Basis und das Mittel für ein Zielstudium in der `Aqidah, Fiqh, Tafsir und Ahadith.

Es gibt Shujukh, die nochmals in einem Fach spezialisiert sind, wie z. B. `Aqidah oder al Fiqh oder Tafsir oder auch `Ilm al Hadith. Dazu brauchen sie auf jeden Fall wieder eine mittlere Stufe im Fach Arabisch und Usul ul Fiqh (wie oben erwähnt). Ein Beispiel:

Ein Shaikh in Arabisch möchte sich in der `Aqidah spezialisieren. Er muß jetzt mindestens folgende Bücher studieren:

Al Usul ath Thalatha
Kitab at Tauhid
Al `Aqidah al Wasitiyyah
Al `Aqidah al Hamawiyyah
Al `Aqidah at Tadmuriyyah
Al `Aqidah at Tahawiyyah

Danach muß er weitere Bücher über die `Aqidah lesen und verstehen, wie die Bücher von Shaikh ul Islam Ibn Taymiyyah und Ibn Al Qayyim usw. Bis er die Stufe des Wissenschaftlers erreicht.

Andere Shujukh spezialisieren sich im Fach Arabisch oder in Usul ul Fiqh selbst. Sie studieren nach dem Grundstudium (s. o.) alle Bücher über diese Fächer (lesen und verstehen), bis sie "Al Malaka" in diesen Fächern bekommen. Al Malaka ist eine Eigenschaft in der Seele, welche die Geheimnisse dieses Fachs besitzt , d. h. er erhält die Mentalität dieses Wissens. Al Malaka gibt es nicht nur im islamischen Wissen, sondern in allen anderen Wissensbereichen, wie Mathe, Medizin, Mechaniker, Arzt usw. - man erhält sie durch Erfahrungen.

Das Thema "Woran erkennt man einen Shaikh" ist nicht einfach. Die Hauptsache ist, dass jemand, der in einem Fach lehrt, sein Wissen von einem oder mehreren Shujukh erhalten hat über eine längere Zeit, das Fach gut verstanden hat und gut lehren kann. Lernst du von ihm, dann ist er dein Shaikh in diesem Fach.

Das Wort "Shaikh" wird auch für islamische Wissenschaftler verwendet. Jeder Wissenschaftler ist ein Shaikh, aber nicht jeder Shaikh ist ein Wissenschaftler. Jeder Talib al `Ilm ist ein Shaikh in einigen Fächern, sobald er eine gewisse Stufe erreicht hat.

Im Allgemeinen verwende ich hier ein Wort von Imam Ahmed als er schon Imam war und mit seiner "Lauha" (Holztafel) zum Studium lief: "In diesem Alter lernst du noch?" Imam Ahmed erwiederte: "Ma´ al Mahbarah ila al Maqbarah" Mit meiner Tafel bis zum Friedhof.

Das Wissen ist ein Meer. Je mehr du studierst, umso größer erscheint dir das Meer.

Mohammad Abu Fatima

Samstag, 19. Dezember 2009

Das Herausgehen der Frauen zur Moschee






wir möchten jetzt über eine Aussage des Propheten :sas: und eine Aussage einer Sahabiyyah diskutieren - wie verhalten wir uns nun?

Der Gesandte Allahs, :sas: sagte: „Verbietet den Dienerinnen Allahs nicht, dass sie in die Moscheen Allahs gehen!“ [Bukhary 858/Muslim 1018(im arabischen)]

A´ischa, die Gattin des Propheten, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Wenn der Gesandte Allahs :sas: gesehen hätte, was die Frauen heutzutage gemacht haben, hätte er ihnen verboten, zur Moschee auszugehen, genauso wie es den Frauen der Kinder Israels verboten war. (Ibn Sa`id, ein Überlieferer) fragte `Amra: War es den Frauen der Kinder Israels verboten, zur Moschee auszugehen? Sie erwiderte: Ja. [Sahih Muslim Nr. 454 (im arabischen)]


Die Wissenschaftler sind sich einig, dass der Qur´an und die Sunnah und die Idjma´ (Einigung) der Wissenschaftler Beweise sind in der Sharia´.

Die Aussagen der Sahabi sind ebenfalls Beweise, wenn sie übereinstimmen oder wenn ein Sahabi etwas sagt und niemand sagt etwas dagegen. Mit einer Aussage eines Sahabi kann man arbeiten, aber unter Bedingungen, diese sind:

- die Aussage der Sahabi darf nicht einer Ayah oder einem Hadith widersprechen - Bsp.: Die Aussage von `Umar, dass jemand der im Djanaba-Zustand ist, den Tayyammum nicht benutzen darf. Dies richtet sich gegen den Hadith von Propheten :sas:, von `Ammar berichtet wurde. Die Aussage von `Umar wird nicht berücksichtigt.

- die Aussage der Sahabi darf keiner Aussage eines anderen Sahabi widersprechen. Hier muß der stärkste Beweis herausgesucht werden.

`Aisha :radiallahu3anh1: ist eine Frau des Propheten :sas: und eine der großen Wissenschaftler der Sahaba. Stellen wir uns nun die Frage - Will 'Aisha :radiallahu3anh1: das Urteil des Propheten :sas: aufheben, darf sie dies tun? Nein, sie darf das Urteil nicht aufheben und sie will es auch nicht.

Wie können wir die Aussage von `Aisha nun verstehen? Es hat mir gefallen, was Schaikh ul Islam Ibn Taymiyyah, rahimahu Allah, in seinen Fatawa über dieses Thema gesagt hat:

"Wahrlich, `Aisha :radiallahu3anh1: war eine der Gottesfürchtigsten, die ihre Seele nicht die Erlaubnis gibt, die Sharia´ nach dem Tod des Propheten :sas: aufzuheben. Sie meint damit, wenn der Prophet :sas: gesehen hätte, welche Schlechtigkeiten durch das Herausgehen von einigen Frauen hervorruft, dann würde er :sas: sie vom Herausgehen abhalten. Sie will damit sagen, dass der Hadith: „Verbietet den Dienerinnen Allahs nicht, dass sie in die Moscheen Allahs gehen!“ , trotzdem er eine allgemeine Aussage ist, spezialisiert worden ist durch ein ganz bestimmtes "Herausgehen" ohne Schlechtigkeiten, genau so, wie viele Fuqaha es gesagt haben, dass das Herausgehen von jungen Frauen, deren Herausgehen zu Schlechtigkeiten führt, davon abgehalten werden sollen. `Aisha :radiallahu3anh1: hat diese Spezialisierung ausgeführt, denn sie kennt den Propheten :sas: , dass er solches "Herausgehen" nicht erlaubt. Aber sie hat das uneingeschränkte Verbot für alle Frauen nicht damit gemeint, da nicht alle Frauen nach dem Propheten :sas: Schlechtigkeiten in Bezug auf das Herausgehen taten."

Ich möchte euch dazu einiges erklären:

Der Gesandte Allahs :sas: sagte: „Verbietet den Dienerinnen Allahs nicht, dass sie in die Moscheen Allahs gehen!“ [Bukhary 858/Muslim 1018(im arabischen)]

Mit "Allgemeinheit" sind hier die Dienerinnen Allahs gemeint. Dies ist ein Wort im Plural mit Bezug auf Allah im Genitiv und es weist auf die Allgemeinheit hin und bedeutet alle Dienerinnen Allahs. Eine allgemeine Aussage kann in der Sharia´ spezialisiert werden. Dies hat `Aisha :radiallahu3anh1: hier getan durch ihr Wissen, dass der Prophet :sas: mit seiner Aussage die Dienerinnen meinte, die die Bekleidungsvorschriften und den Adab (Benehmen) einhalten.

`Aisha :radiallahu3anh1: ist natürlich keine Gesetzgeberin, aber sie hat ihr Wissen dazu benutzt, um die Aussage des Propheten :sas: zu spezialisieren.

Ibn Qudamah al Maqdis, rahimahu Allah, sagte über die Aussage von `Aisha: "Die Sunnah des Propheten :sas: hat mehr Anspruch auf das Befolgen und die Aussage von `Aisha ist speziell für die Frauen, die Schlechtes erneuern. Und ohne Zweifel sollen solche Frauen davon abgehalten werden, herauszugehen."

Wir kennen jetzt die Lage der Moscheen in Deutschland. Die meisten Moscheen haben für Frauen und Männer nur eine einzige Tür. Die meisten Frauen bedecken nicht ihre Gesichter und die Schönheit ist im Gesicht. Männer und Frauen verlassen gemeinsam zur gleichen Zeit die Moschee, was es zu Zeiten des Propheten :sas: nicht gab. Ibn Abdal Barr Hafidh al Maghrib, rahimahuAllah, sagte in seinem Buch "At Tamhid" "Ummu Salama sagte: "Als der Prophet :sas: den Taslim sprach, blieb er einen Moment an seinem Platz." Dies wurde so betrachtet, dass der Prophet :sas: den Frauen damit Zeit gab, vor den Männern die Moschee zu verlassen."

:inshaAllah2: überlegt ihr ein wenig Schwestern. Möge Allah :swt: euch beschützen. Dies geschah in der Zeit des Propheten :sas: , in der die Tugendhaften lebten. Was sollen wir in unserer Zeit dazu sagen, in der neben den Türen der Moscheen sich die Leute versammeln und ihre Blicke nicht senken und die Herzen leer sind von der Tugendhaftigkeit und Gottesfürchtigkeit?

Was sagen die Wissenschaftler zu diesem Thema?

1. Meinung
Imam Ahmed und viele andere sehen den o. g. Hadith des Propheten :sas: über das Herausgehen zur Moschee als eine Erlaubnis, die mit einem Sinn verbunden ist. Als es diesen Sinn nicht mehr gab, gibt es die Erlaubnis ebenfalls nicht mehr. Der Sinn war, das tugendhafte und gute Praktizieren des Islam.

2. Meinung
Abu Hanifah sieht diese Erlaubnis nur für die 2 islamischen Feste.

3. Meinung
Imam Malik und Imam Shafi`i sehen diese Erlaubnis für die alten Frauen, die keine Heirat mehr anstreben.



Nachdem wir dies nun alles wissen, schließen wir daraus, dass es nur den Frauen erlaubt ist, die richtig islamisch gekleidetet sind - ohne Parfüm, ohne bunte auffallende Kleidung und von sich selbst sicher sind, dass sie keine Fitnah erhalten und geben - zur Mosche aus ihren Häusern zu gehen - wa Allahu alam.

Jede Schwester weiß, in welche Moschee sie geht, welche Umgebung es dort gibt und sie weißt auch, wie sie sich selbst kleidet und wie ihr Adab ist. Davon abhängig kann sie sich die Frage, ob es für sie erlaubt ist, in die Moschee zu gehen, selbst stellen inshaAllah.


Mohammad Abu Fatima

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Ich möchte Niqab tragen - mein Mann verbietet es mir - wie verhalte ich mich?





Es ist hier sehr wichtig zu unterscheiden, ob die Frau das Niqab als wadjib oder mustahab betrachtet. Auch ein wichtiger Punkt ist, ob der Mann den Islam praktiziert, also regelmäßig betet usw.

1. Fall
Sieht die Frau das Niqab als mustahab an und ihr Mann praktiziert den Islam, dann muss sie ihrem Mann gehorchen, da das Gehorchen auf den Mann wadjib ist, Niqab aber in diesem Fall nur mustahab ist. Wadjib kommt vor dem mustahab. In diesem Fall bekommt die Frau ihren Lohn für die Niyya.

2. Fall
Ist die Frau der Meinung, dass das Niqab mustahab ist und ihr Mann betet überhaupt nicht, interessiert sich auch nicht dafür, dann muss sie nicht auf ihren Mann hören und kann das Niqab tragen. Dies gilt auch, wenn die Frau das Niqab für wadjib hält.

3. Fall
Wenn die Frau das Niqab als wadjib ansieht und ihr Mann praktiziert, dann muss sie ihr Niqab tragen. Denn es gibt kein Gehorchen auf ein Geschöpf in wadjib-Angelegenheiten. Sie soll mit ihm ruhig reden und es ihm immer wieder erklären und überzeugen, dass es gut für die Frau ist.

4. Fall
Ist die Frau der Meinung, dass das Niqab wadjib ist und ihr Mann praktiziert nicht, d. h. er betet nicht, dann soll sie nicht auf ihn hören und ihr Niqab tragen.

Viele Männer behaupten, dass sie Angst um ihre Frauen haben, wenn sie Niqab tragen. Fragen wir uns - ist diese Angst berechtigt, also gab es in der Realität Vorfälle, oder ist diese Angst nur Einbildung? Diese Angst ist nur Einbildung, denn es hat noch nie einen Vorfall gegeben, in dem Frauen mit Niqab auf der Straße geschlagen oder angegriffen wurden. Der verbale Angriff ist normal und schadet nicht, er ist eine Prüfung von Allah :swt:.

Mohammad Abu Fatima

Sonntag, 22. November 2009

Damit die Ehe erfolgreich wird






Es gibt viele Schwestern, die Eheprobleme durchleben und sie fragen oft, was kann ich tun? Andere glauben, dass sie unterdrückt werden von ihren Männern und andere sogar glauben, dass der Islam die Frau unterdrückt.

Nachdem ich diese Fälle untersucht habe, bin ich zu der Meinung gekommen, dass diese Frauen auch einen Anteil der Schuld bewusst oder unbewusst daran haben. Der Islam gibt der Frau ihre Rechte und ein Recht noch vor der Ehe ist, dass sie ihren Mann wählen darf. Also sie stimmt zu, ob sie diesen Mann heiraten möchte oder nicht.


Der Prophet :sas: sagte: „Die deflorierte Frau wird nicht heiraten, bis sie gefragt wird und die Jungfrau, bis sie ihre Erlaubnis gibt.“ Sie fragten den Propheten :sas:: „Was ist ihre Erlaubnis?“ Er sagte: „Ihr Schweigen.“
Sahih Abu Dawud

Niemand zwingt die Frau, einen Mann zu heiraten, den sie nicht heiraten möchte. Aber es gibt Frauen, die zum Islam konvertieren und sie wissen noch nicht das Gute im Islam sowie das Richtige und das Falsche. Daraufhin kann es passieren, dass falsche Ratschläge angenommen werden. Dazu kommt, dass die Frau meist auf Äußerlichkeiten achtet und dies führt dazu, den falschen Mann zu heiraten.

Die Probleme treten dann auf, wenn sich die Frau im Islam weiterentwickeln möchte. Der Vorhang der Unwissenheit von ihren Augen ist somit verschwunden und sie sieht, dass ihr Mann den Islam nicht richtig lebt.

Andere Frauen wissen, worauf sie bei einer Heirat achten müssen, aber sie legen mehr Wert auf das Dunjah als auf das Akhirah. Jetzt sucht die Frau meist einen Mann, der tolerant ist und den Islam nicht vollständig praktiziert. In diesem Fall treten oft Probleme auf, wenn Allah :swt: sie prüft durch Mangel an Material, worauf sie viel Wert legen.

Die wenigsten Frauen wissen, worauf sie bei einer Heirat achten müssen und sie legen mehr Wert auf das Akhirah und ihr Ziel ist, den Islam so weit es ihnen möglich ist, zu praktizieren. Diese Frauen suchen einen Mann, der dasselbe Ziel hat und der sie in ihre zukünftige Richtung führt. In diesem Fall ist die Bande zwischen Frau und Mann am stärksten und sie stärken sich gegenseitig während ihren Prüfungen von Allah :swt:.

Unsere Vorbilder sind die Propheten, die Sahabah und die Wissenschaftler, die den Islam richtig praktiziert haben. Damit wir eine Lehre aus ihrer Geschichte ziehen können, habe ich hier eine für euch ausgewählt:

Sa´id Ibn al Musayyib war ein großer Wissenschaftler der Tabi´in. Seine Frau war die Tochter von Abu Hurairah :radiallahu3anh1: Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Vierzig Jahre habe ich nie einen Nacken beim Gebet in der Moschee gesehen.“ (d. h. er betete immer in der ersten Reihe). Er hatte eine Tochter, die der Sohn von al Khalifah Abdul Malik Ibn Marwan heiraten wollte. Al Khalifah war der Herrscher über die Hälfte der Erde zu damaliger Zeit. Ein Gesandter von al Khalifah aus Damaskus kam zu Sa´id Ibn al Musayyib in al Medinah und sagte ihm: „Freu dich, die Dunjah wurde für dich geöffnet.“ Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Wenn der Prophet :sas: sagt, dass der Wert der Dunjah bei Allah ta´ala weniger wiegt als der Flügel einer Mücke, wie viel bekomme ich von diesem Flügel?“

Al Khalifah versuchte alles, um die Tochter von Sa´id Ibn al Musayyib für seinen Sohn zu bekommen, aber Sa´id Ibn al Musayyib war hartnäckig. Er bekam dafür eine Strafe von al Khalifah und wurde in einer kalten Nacht mit 100 Peitschenhieben geschlagen und es wurde Wasser über ihn gegossen.

Ein Student von Sa´id Ibn al Musayyib hieß Abu Wada´ und er erzählte: „Ich war ein Student von Sa´id Ibn al Musayyib und besuchte seine Halaqah in der Moschee. Eines Tages vermisste er mich und als ich wieder in die Moschee kam, fragte er mich: „Wo warst du?“ Ich antwortete: „Meine Frau ist gestorben, deshalb war ich beschäftigt.“ Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Hättest du uns Bescheid gegeben, wären wir bei dir gewesen.“ Ich stand auf und wollte gehen, als Sa´id Ibn al Musayyib mich fragte: „Bist du wieder verheiratet?“ Ich antwortete: „Allah begnadige dich – wer soll mich verheiraten und ich besitze nur 2 oder 3 Dirham?“ Sa´id erwiderte: „Ich.“ Ich fragte: „Machst du das?“ Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Ja.“ Danach machten wir den mündlichen Heiratsvertrag mit einer Brautgabe von zwei Dirham. Ich ging nach Hause und wusste nicht, was ich tun sollte vor Freude und überlegte, wer mir Geld leihen sollte für die Hochzeit. An dem Tag fastete ich und während ich beim Iftar saß mit Brot und Öl, hörte ich plötzlich jemanden klopfen. Ich fragte: „Wer ist da?“ Und hörte: "Sa´id." Ich dachte an alle Leute, die Sa´id heißen, nur nicht an Sa´id Ibn al Musayyib, denn seit vierzig Jahren wurde er nirgends gesehen als auf dem Weg von der Moschee bis nach Hause. Als ich die Tür öffnete, war er es und ich dachte, er hat seine Meinung geändert. Ich sagte: „Oh Abu Ahmed, hättest du nach mir geschickt, ich wäre zu dir gekommen.“ Er sagte: „Du bist es Wert, dass ich zu dir komme.“ Ich frage ihn: „Was befiehlst du?“ Er sagte: „Du warst ein lediger Mann und du bist jetzt verheiratet und ich wollte nicht, dass du diese Nacht ohne deine Frau verbringst.“ Ich schaute richtig und sah seine Tochter hinter ihm. Er nahm sie an die Hand, übergab sie mir und schloss daraufhin die Tür. Sie fiel um aufgrund ihrer starken Scham. Ich sagte zu ihr: „Komm mit mir essen.“ und stellte das Essen in den Schatten der Lampe, damit sie nicht sieht, was auf dem Teller ist. Ich lief schnell auf das Dach und rief meine Nachbarn. Sie kamen und fragten, was los ist. Ich sagte: „Oh Sa´id Ibn al Musayyib hat mir seine Tochter gegeben.“ Sie sagten: „Was? Sa´id al Musayyib gibt dir seine Tochter?“ Ich sagte: „Ja, sie ist unten in meiner Wohnung.“ Die Nachbarn gingen zu ihr und als meine Mutter es hörte, kam auch sie und sagte zu mir: „Mein Gesicht wird für dein Gesicht haram, wenn du deine Frau nicht drei Tage lässt.“ (d. h. die Mutter möchte die Frau schöner machen) Nach drei Tagen kam ich zu meiner Frau und ich sah eine Frau schöner als die Frauen. Ich fand, dass sie den Qur´an engagierter lernt als die anderen Leute und das meiste Wissen über die Sunnah des Propheten :sas: besaß. Sie kannte die Rechte des Mannes am besten.

Einen Monat besuchen Sa´id Ibn al Musayyib und ich uns nicht. Danach ging ich zu ihm in die Moschee zur Halaqah und wir begrüßten uns. Als die Studenten gegangen waren, fragte er: „Wie geht es ihr?“ Ich sagte: „Sehr gut, wie es der Freund mag und der Feind es hasst.“ Ich ging nach Hause und Sa´id Ibn al Musayyib sandte mir 20.000 Dirham.
Quelle: Hilyatul Awliya´

Aus dieser Geschichte können wir viele nützliche Dinge herausziehen inshaAllah. Jede Schwester, die dies liest, soll sich selbst fragen: Wenn du die Wahl hättest zu heiraten zwischen dem Sohn des Khalifah, der später Khalifah wird, und einem islamischen Studenten mit 2 bis 3 Dirham in der Tasche, der mit Brot und Öl frühstückt – für wen würdest du dich entscheiden?

Sa´id Ibn al Musayyib und seine Tochter haben sich beide für das Akirah entschieden und sehen das Dunjah wie ein Flügel einer Mücke. Solche großen Beispiele wie Sa´id Ibn al Musayyib hat der starke Iman aufgebaut.

Der Unterschied zwischen den Salaf und uns in den Taten, Aussagen und im Charakter ist wie der Unterschied zwischen Himmel und Erde. In der heutigen Zeit ist es klar und selbstverständlich geworden, dass die Dunjah den größten Wert hat. Wer den Weg der Dunjah nicht nimmt, wird oft als nicht normal eingestuft. Er selbst, der für das Akhirah lebt, fühlt einen Druck, da die Masse der Leute anders denkt und handelt. Es ist wichtig, sich von diesem Druck zu befreien, indem man den Qur´an und die Sunnah so, wie sie die Salaf verstanden haben, als Maßstab nimmt. Wie in o. g. Geschichte, als Sa´id Ibn al Musayyib zum Gesandten des Khalifah sagte: „Wenn der Prophet :sas: sagt, dass der Wert der Dunjah bei Allah ta´ala weniger wiegt als der Flügel einer Mücke, wie viel bekomme ich von diesem Flügel?“

Die Tochter von Sa´id Ibn al Musayyib war sehr schön, wissend und wir haben gesehen, dass der Khalifah sie für seinen Sohn unbedingt als Frau wollte. Was gibt es in ihrem Herz, damit sie solch eine „Chance“ unbeachtet lässt. In ihrem Herzen gibt es al Iman und das Wissen des Qur´an und der Sunnah. Sie weiß, dass dies einen sehr großen Wert hat. So hat sie ihr Vater erzogen. Sie hat einen armen Studenten gewählt. Er ist arm an allem, nur an Iman und Wissen nicht. Und dies ist das Wichtigste für sie.


Liebe Schwester, jeder sucht die innere Zufriedenheit. Diese Geschichte zeigt uns, wo die innere Zufriedenheit liegt und wie man sie erlangt. Denk richtig über diese Geschichte nach und zieh deine Lehren daraus für dich persönlich, damit du später die Prüfungen Allahs :swt: zu Seiner Zufriedenheit erfüllst.

Wenn ihr die Ayat und Ahadith, die über die Heirat sprechen, lest, dann erkennt ihr, dass Allah :swt: und Sein Prophet :sas: die Kriterien festgelegt haben – es ist al Iman und der gute Charakter.

[2:221] :AyatBeginn: Und heiratet keine Götzenanbeterinnen, ehe sie glauben. Und eine gläubige Dienerin ist besser als eine Götzenanbeterin, mag sie euch auch noch so gut gefallen. Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzenanbetern, ehe sie glauben. Und ein gläubiger Diener ist besser als ein Götzenanbeter, mag er euch auch noch so gut gefallen. Jene rufen zum Feuer, doch Allah ruft zum Paradies und zur Verzeihung mit Seiner Erlaubnis und macht den Menschen Seine Zeichen klar, damit sie Seiner gedenken mögen. :AyatEnde:


Abu Huraira (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs :sas: sagte: "Man heiratet eine Frau aus vier Gründen: wegen ihres Wohlstandes, wegen ihrer Abstammung, wegen ihrer Schönheit oder wegen ihres Glaubens. Versuche eine wegen ihres Glaubens zu bekommen, so wirst du gesegnet sein." (Al-Bukhari und Muslim)

Der Prophet :sas: sagte: "Wer zu euch zum Zwecke der Heirat kommt und ihr seid mit seiner Religion und seinem Charakter zufrieden, dann verheiratet sie. Wenn ihr dies nicht tut, wird Fitnah und Schlechtigkeit auf der Erde sein."
Tirmidhi hasan


Mohammad Abu Fatima